#35 – Arbeitsschutz-Universum – Seifenblasen retten Leben
Shownotes
Studio K ist der Ort für Arbeitsschutzthemen mit Relevanz. In Episode 35 geht es um einen Bereich, der in vielen Unternehmen noch immer deutlich weniger Aufmerksamkeit erhält als Sicherheitsschuhe, Schutzbrillen oder Helme: die mentale Gesundheit der Beschäftigten.
Zu Gast ist Heike Nordick-Ruf vom Arbeitsschutz-Universum. Gemeinsam mit Dietmar spricht sie über einen Teil des Arbeitsschutzes, der sich weder messen noch mit einer Checkliste abhaken lässt. Denn während sich das Tragen persönlicher Schutzausrüstung kontrollieren lässt, bleibt der „Seelenschutz“ oft unsichtbar.
Was passiert, wenn Mitarbeitende unter Depressionen, psychischen Krisen oder Suchterkrankungen leiden? Woran erkennen Kolleginnen und Kollegen, dass jemand Hilfe braucht? Und welche Verantwortung tragen Unternehmen, wenn psychische Belastungen den Arbeitsalltag bestimmen?
Heike macht deutlich, dass mentale Gesundheit kein Randthema des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist, sondern längst zum modernen Arbeitsschutz gehört. Entscheidend ist dabei nicht nur die Bereitschaft zuzuhören, sondern Strukturen zu schaffen, in denen Betroffene frühzeitig Unterstützung finden können.
Ein zentraler Baustein sind die von ihr ausgebildeten mentalen Ersthelfer. Sie sollen keine Therapeuten ersetzen, sondern Ansprechpersonen sein, Unsicherheiten abbauen, Warnsignale erkennen und den Weg zu professioneller Hilfe ebnen. Ebenso wichtig ist eine Unternehmenskultur, in der Wertschätzung nicht nur auf Plakaten steht, sondern im täglichen Miteinander gelebt wird. Und was haben nun Seifenblasen mit Arbeitsschutz zu tun? Die Antwort liefert Heike im Podcast. Eine Episode über den vielleicht unsichtbarsten Teil des Arbeitsschutzes – und darüber, warum psychische Gesundheit im Arbeitsalltag die gleiche Aufmerksamkeit verdient wie jeder andere Aspekt des Arbeitsschutzes.
Unbedingt hören!
Der Gast: Heike Nordick-Ruf
https://www.linkedin.com/in/heike-nordick-ruf/
Die Unternehmen: Arbeitsschutz-Universum
https://www.linkedin.com/company/arbeitsschutz-universum/
https://arbeitsschutz-universum.de/
Der Host: Dietmar Bleck
https://www.linkedin.com/in/dietmar-bleck-77120785/
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„Nicht ganz ungefährlich“ entsteht in Kooperation mit bleck.works – Dietmar Bleck und wird produziert von media.winter.
Mehr dazu auf: https://www.bleck.works/ oder https://media-winter.de/
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:33: Herzlich willkommen bei Nicht ganz ungefährlich, Episode thirty-fünf.
00:00:38: Die wird schon kräftig gestrahlt!
00:00:41: Liebe Heike, schön dass du dich auf dem Weg nach Tria gemacht hast.
00:00:44: Sehr gerne.
00:00:45: Das wunderbare Studio K. Und was sagst Du?
00:00:51: Besonders anders und lustig.
00:00:54: Das wären jetzt meine Beschreibungen.
00:00:56: Ich habe schon überlegt ob ich auch Osterdeko sehen könnte oder Weihnachtsdeko.
00:01:02: Über uns... Wir haben hier eine Zwischendecke und da oben wird es um Zeugs gelagert.
00:01:08: Deswegen
00:01:09: ist ja jeder Sound so schön, weil wir so ne Zwischendecke haben!
00:01:13: Ja die Heike Nordic Ruf ist da vom Arbeitsuniversum.
00:01:19: Arbeitsschutz-Universum.
00:01:22: So heißt euer Unternehmen.
00:01:25: Das war schlicht zu formulieren.
00:01:27: Und wir haben uns kennengelernt auf dem FISAT Technik Seminar in Bingen wo du für mich einen sehr beeindruckenden Vortrag gehalten hast.
00:01:37: Auch vielen Dank!
00:01:39: Na wirklich über ... ja, über was eigentlich?
00:01:45: Mentale Gesundheit
00:01:47: oder
00:01:48: auch das Aufspüren von nichtgesunden Kollegen oder ein Auge haben auf Situationen.
00:01:59: Das war ja alles dabei, bis zu den mentalen Ersthelfern.
00:02:05: Also das wird heute schon ... Wir fassen ja das Thema Arbeitsschutz hier eh breit und ich bin der Meinung wir werden heute was ganz, ganz spannendes für die, die von den Schuhen und Handschuhen und Helmen kommen relativ weit am Rand befindlich ist.
00:02:25: Hier thematisieren aber nicht weniger wichtig.
00:02:29: Das stimmt!
00:02:30: Und letztendlich geht es um die mentale Gesundheit oder die psychischen Belastung und das was es mit den Mitarbeitenden macht und was es eben auch in den Unternehmen macht.
00:02:40: und ein bisschen auch darum wie können Kollegen, Kolleginnen helfen?
00:02:44: Was kann eine Führungskraft tun?
00:02:46: und das nicht mehr in so einem Drecksloch zu lassen, sondern das wirklich ins Licht zurückzurücken.
00:02:51: Und zu sagen mein Gott, das gehört so dazu wie alles andere auch?
00:02:55: Ja!
00:02:56: So habe ich das auch empfunden und ich denke mal jetzt ist der richtige Moment dass du mal drei Sätze über dich sagst.
00:03:02: Okay Heike Nordic Ruh vom Arbeitsschutzuniversum, das hatten wir schon.
00:03:07: Von Haus aus bin ich Therapeuten und habe Psychologie studiert.
00:03:10: Bin Fachkraft für Arbeitssicherheit also komme auch aus dem Arbeitsschatz im Wohnen in der Nähe von Köln.
00:03:15: Insofern finde ich es großartig in Trier zu sein.
00:03:20: Wir Trierer freuen sich über jede Loop-Huddlein.
00:03:22: Ja!
00:03:22: Und Trier ist eine schöne Stadt und in der nähe von Können ist auch schön.
00:03:27: Absolut Genau.
00:03:28: Wir beschäftigen uns hauptsächlich mit dem Thema mentale erste Hilfe.
00:03:33: Beziehungsweise mentale Ersthäfende bilden die aus.
00:03:35: Wir beschäftigen uns mit der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen und eben auch mit dem Thema Suchtprävention, das sind so die Themen wie wir in unserem Unternehmen sehr schätzen, sehr lieben und wo wir einfach hoffen dass immer mehr Menschen dazu kommen.
00:03:49: Wir möchten dieses Jahr hunderttausend Menschen über das Thema informieren.
00:03:54: aktuell sind alle höherer Teil dieser Hunderttaussend
00:03:57: Die machen wir voll.
00:03:58: Das
00:03:58: wäre total großartig!
00:04:01: Nein,
00:04:01: aber tatsächlich glauben wir dass das Thema unglaublich in die Sonne muss und mit viel Leichtigkeit und mit Viel Spaß im Sinne von Schwerelosigkeit betrachtet werden muss.
00:04:13: Sag noch mal was zum Wir.
00:04:15: Du bist ja nicht alleine?
00:04:16: Nee,
00:04:16: genau das ist Dr.
00:04:17: Stephanie Schöhler, meine Geschäftspartnerin und mit ihr zusammen machen wir alles.
00:04:22: Und sie ist eine Psychologin und eine ganz wunderbare Großartige uns sehr kluge und tolle Frau!
00:04:32: Ich bin sehr verliebt in Sie.
00:04:34: Das darf man immer ja doch, ich glaube man darf in seine Geschäftspartnerin verliebts sein.
00:04:38: Die ist einfach nur
00:04:39: toll.
00:04:40: Wir beim S-Zweiferlag liegen uns auch alle Gott
00:04:42: sei Dank.
00:04:43: Damit macht es das Leben unglaublich viel einfacher, weil wir aufeinander achten.
00:04:49: Weil wir einen sehr achtsamen und wertschätzenden Umgang miteinander haben.
00:04:53: Ich hoffe jetzt fällt keiner hinten über vom S-II-Fall
00:04:55: an.
00:04:56: Nein!
00:04:57: Das wissen die einzuordnen.
00:04:58: Ich
00:04:58: denk's auch.
00:05:01: Arbeitsschutzuniversum gibt es seit wann?
00:05:04: Wann
00:05:04: habt ihr euch zusammengetan?
00:05:06: Oh Gott, das ist jetzt ja eine Frage.
00:05:08: Keine Zahlen und keine Details.
00:05:09: Nein, keine Zahlen und Zagwärts.
00:05:11: Die dritte Frage ist Detail-Fragez.
00:05:16: Wir sind in der Corona Zeit neu gegründet.
00:05:22: Genau, finden es einfach großartig!
00:05:25: Wie bist du auf die Relevanz gekommen?
00:05:30: Themen und Fragestellungen sind da ... Man muss sie ja nur sehen und nicht jeder sieht sie.
00:05:38: Wie war das für dich?
00:05:39: Wie bist du auf einmal dieser Tag, dieser Moment wo du gesagt hast dass ganz für sich alleine ist ein Thema was wir in den Fokus stellen wollen?
00:05:50: Ich glaube weil es uns immer wieder betroffen hat.
00:05:52: Wir machen relativ viel Coaching auch, also Betriebliches Coaching was dann aber immer dazu geführt hat dass das betriebliche Coaching einzelner Mitarbeitenden immer dazugeführt hat, dass es eine unglaublich große Schwere und nur unglaublich grosse Traurigkeit in den Menschen gibt und da ist ein hohen Faktor von einsamen Momenten gibt für die Mitarbeitende und dass die manchmal nicht wussten wo sie hin sollten.
00:06:15: damit auch der Stefanie und mir klar geworden, dass wir da was ändern wollen.
00:06:23: Und das ist einfach auch so, wie wir Schutzschuhe haben und Handschuhe haben.
00:06:27: Das ist ja ein Thema, dass läuft so easy.
00:06:30: Da sagen die dir, da gibt es eine Vorschrift zu!
00:06:33: Und zwar klar, wir müssen dieses Thema psychische Gefährdungsbeurteilung, psychische Belastungen einfach in den Fokus rücken.
00:06:39: Weil da sind wir alle immer so, das können wir nicht messen, aber das bringen sie von zu Hause mit.
00:06:43: Nee, jedes Unternehmen kann auch etwas dafür tun, dass es eben auch im Arbeitsschutz und im Gesundheitsschutz besser funktioniert.
00:06:52: Also du hast praktisch bei deinem Coaching einfach gemerkt, dass die Leute oder viele Leute einen Rucksack dabei haben.
00:07:00: An Sorgen an Problemen ja, die sie mit zur Arbeit bringen und auch wieder mit nach Hause nehmen oder der vielleicht wenn Sie von der Arbeit nach hause gehen sogar größer ist als vorher.
00:07:10: Und dann hast du gesagt, das ist eigentlich das Kernthema.
00:07:13: Da wollen wir abhilfe schaffen.
00:07:17: Weil es letztendlich den Arbeitsschutz ja betrifft?
00:07:19: Also jetzt machen wir doch mal ein Beispiel.
00:07:21: Stimme vor, du hast totale Not!
00:07:23: Du weißt nicht wohin mit dir... Du hast einfach keine Idee mehr wie dein Leben wieder leicht werden kann, wie dein leben schön werden kann und Lustig, also Lachen ist ja so ein Faktor.
00:07:35: Du hast ganz lange nicht mehr gelacht und gehst zur Arbeit und bist damit beschäftigt darüber nachzudenken, dass es dir nicht gut ist.
00:07:42: Und du kannst das aber auch nicht packen!
00:07:43: Du hast keine Worte dafür, du hast keine Gefühle dafür.
00:07:46: Du kannst auch irgendwie wenn dich jemand fragt sagst ach passt schon muss ja dann gibt's ja so Sätze wie Ja Arbeit lenkt ab Aber die Arbeit lenkt ja nicht ab.
00:07:56: Also ich habe jetzt bewusst aber gesagt, weil sie lenkt nicht ab sondern du bist da kannst dich nicht konzentrieren und machst vielleicht ein Flüchtigkeitsfehler.
00:08:04: Vielleicht ist der Flüchtigt Fehler das so eine falsche Zahl in ne Tabelle reinschreibst und hinterher jemand die Tabelle korrigieren muss.
00:08:11: Vielleicht ist es der Fluchtigkeinsfehler dass Du mit nem Stapler unterwegs bist eng genommen hast.
00:08:18: Vielleicht ist der Flüchtigkeitsfehler, dass du im Auto sitzt und gedanklich soweit weg bist, das du den Menschen, die über die Straße möchte zu spät siehst.
00:08:28: also letztendlich betrifft es uns und betriffte die Unternehmen und betriftest ja im blödsen Sinne die Arbeitsleistung aber letztendling auch die Gesundheit.
00:08:37: und das ist so der Punkt wo wir einfach sagen wir können nicht so tun als hätte der Arbeitsschutz keine psychischen Belastungen.
00:08:46: Wir können das nicht so wegatmen.
00:08:49: Deshalb haben wir gesagt, es ist unser Liebssysteme und wir kommen beide aus dem sozialen Bereich.
00:08:54: Das mag vielleicht auch noch mal ein Faktor sein.
00:08:56: Ich mache über viele Jahre schon die Suchtprävention.
00:08:59: Da sehen wir's ja auf.
00:09:00: Wir haben unheimlich viele suchtmittelauffällige Mitarbeiter in den Unternehmen.
00:09:05: Und da ist es häufig eben auch großes Leid was damit dazukommt.
00:09:09: Und wir wollten das Leid halt ein bisschen kleiner machen, indem wir das Thema in den Fokus rücken.
00:09:16: Das vielleicht mit sehr viel Scham und Lächeln und Freude aufbereiten, vielleicht auch mit einer gewissen Leichtigkeit damit die Menschen einfach sehen, dass es ein Thema wie Fußballergebnisse ist.
00:09:26: Was mich da wenn ich das höre, was mein erster Gedanke ist mir geht's schlecht aber... Ich gehe trotzdem arbeiten oder ich will trotzdem.
00:09:36: Ist das so ein Wunsch nach Funktionalität?
00:09:39: Oder nach Ablenkung, weil man könnte ja auch naiv denken der erste Gedanke ist wenn es mir schlecht geht dass ich als erstes mal sage so Arbeit hat sich erledigt entweder bleibe ich jetzt auf dem Sofa oder ich hol mir Hilfe oder rede mit jemandem.
00:09:56: ich weiß das ist Theorie in der Praxis passiert das nicht.
00:10:01: aber dieses dass ihr halt diesen mentalen Zustand von der Person, den findet ihr ja im Arbeitsprozess.
00:10:10: Eigentlich würde ich fast sagen, gehört er da gar nicht hin?
00:10:14: Eigentlich hätte er gar nichts zur Arbeit kommen sollen oder?
00:10:16: Sehe ich das irgendwie...
00:10:17: Also wenn
00:10:18: ich hier krummes Zeug, also ich hab mit der Heike gesprochen, ich darf heute absolut krumme Zeug reden!
00:10:24: Weil ich auch nicht sattelfest bin in den Begrifflichkeiten und ihr kennt mich alle schon ein bisschen länger.
00:10:29: Ich bin frei davon, irgendjemandem irgendwas zu wollen.
00:10:33: Aber manchmal habt ihr eben schon gemerkt, sucht man einfach auch nach dem richtigen Wort.
00:10:38: Aber noch mal zurück auf meine Gedanken ist es nicht eigentlich der erste Weg in die falsche Richtung wenn ich trotzdem arbeiten gehe obwohl ich mich nicht gut fühle.
00:10:51: Also meistens ist das emotional.
00:10:53: Genau und da kam der schöne Nachsitz emotional.
00:10:57: Also,
00:10:58: wir haben so bestimmte ... Ich kann ja auch zu viel gefeiert haben und dann bin ich ein bisschen
00:11:02: malat.
00:11:02: Malat?
00:11:03: Und das ist eine andere Ebene über die wir reden.
00:11:06: Genau!
00:11:06: Ja genau, und wir können das ganz gut... also ich mache noch so ein ganz blödes Beispiel.
00:11:10: Haben wir Zahnschmerzen?
00:11:12: Dann laufen wir tatsächlich zum Tarnarzt.
00:11:14: Dann finden wir das völlig in Ordnung.
00:11:15: Wenn unser Auto kaputt ist, gehen wir in die Werkstatt mit dem Auto.
00:11:19: Wenn wir mental Schwierigkeiten haben und unsere Gefühle aus dem Ruder laufen, dann tun wir erst mal so, als wäre nichts passiert.
00:11:28: Und dann lesen wir mal was dazu... ...und dann machen wir wieder nix!
00:11:35: Und dann googeln wir das nochmal.
00:11:37: Und hoffen, wenn ich jetzt meine Arbeit mache und kann ja noch alles machen.
00:11:42: Also geht es mir ja noch gut!
00:11:44: Ich gehe ja noch zur Arbeit.
00:11:46: Ich war auch auf der Party bei Freunden und bin zum Sport gegangen.
00:11:51: Dann haben wir immer noch das Gefühl uns geht's gut.
00:11:54: Letztendlich gehts uns da oftmals schon lange nicht mehr gut sondern wir funktionieren nur noch.
00:11:59: Nur wir haben so früh gelernt nicht mehr über unsere Gefühle zu reden oder sie überhaupt zu sehen oder sie zu ... fühlen und dann laut zu sagen, dass die Menschen das überhaupt nicht mehr mitbekommen.
00:12:16: Die große Herausforderung ist doch einfach, dass wir uns auf die Schuhe gucken können und sehen ob da Arbeitsschuhe sind.
00:12:22: Können Sie auch einen Kopf fassen, um zu gucken ob da ein Helm ist.
00:12:25: Aber das in sich reinfassend hören ist deutlich schwerer und vielleicht auch von vielen nicht eingeübt?
00:12:33: Überhaupt nicht geübt!
00:12:35: Also die Schuhe und den Helmen machen wir seit vielen Jahren.
00:12:38: Das können wir da...das ist eine Routine auf unser Herz und auf unser Gefühl zu gucken.
00:12:42: Da haben wir überhaupt keine Strategie zu.
00:12:44: Das haben wir ganz doll verlernt.
00:12:47: Und wenn wir jetzt in ganz schlimmen Klischees denken, dann sind wir in der Arbeitswelt gehören Gefühle überhaupt nicht hin.
00:12:57: Also wir haben kleine Unternehmen und auch große Unternehmen wo wirklich ... Die Führung, also und zwar die oberste Führungsagt.
00:13:05: Und das ist jetzt egal ob es von fünfzig Mitarbeitende bis über tausendundfünfzehntausend Mitarbeiter geht wo die obersche Führungen völlig entspannt sagt naja gut aber ich bin ja nicht für die Gefühle meiner Mitarbeitenden verantwortlich.
00:13:19: Ja kann man so sehen Und die Gefühle der Mitarbeitenden kommen jeden Tag mit.
00:13:26: Wenn es dem Mitarbeiter nicht gut ist, dann hat das auch Auswirkungen zum einen wirtschaftliche und wenn's ganz dumm läuft im Arbeitsschutz.
00:13:35: Das ist ein Thema!
00:13:36: Aber das ist natürlich ein harter Satz.
00:13:38: Der greift viel weiter davor... dass ich jetzt erkranke, das merkte ich so schon wieder.
00:13:49: Dass ich jetzt erkranke sondern dass ich ja, dass ich so wenig als Unternehmen nicht glaube, dass meine Verpflichtung ist ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen in dem sich Leute auch wohl fühlen und entfalten können.
00:14:05: dann habe ich ja irgendwas generell schon nicht verstanden und da sind wir ja weit vor der mentalen Erkrankung oder was auch immer mehr weit, weit vorne.
00:14:18: Ja, und solche Lesen sind ja vielleicht auch prädestiniert dafür halt nicht so aufmerksam zu sein, was ihre Leute betrifft.
00:14:26: Aber bist du da missionarisch dann unterwegs oder?
00:14:28: Was machst du wenn dir so ein Satz entgegengeworfen wird?
00:14:31: Willt ihr dann
00:14:32: zweimal raus und er kriegt den Griff als Knie?
00:14:35: Nee, meistens muss ich dein erst mal lachen und sagen ach das ist auch eine schöne Idee!
00:14:38: Lachet ist eine gute
00:14:39: Antwort,
00:14:41: oder?!
00:14:43: Es passiert.
00:14:45: Manchmal kann ich dann auch, habe ich mein Gesicht nicht so ganz unter Kontrolle und entgleisen mir meine Züge.
00:14:51: Wenn ich gerade trinke, hab ich schon mal rausgebrustet ... Das sind Dinge, die einfach passieren und dann gucke ich ihnen an.
00:14:58: Und witzigerweise ist es genau das!
00:14:59: Es ist ihre Verantwortung.
00:15:02: Dann fangen wir eben ganz vorne an und dann fangen wie eben da bei Präventionen an.
00:15:07: Letztendlich bin ich auch nicht dafür verantwortlich ob der jetzt seine Füße gesund nach Hause bringt oder nicht.
00:15:12: Und doch, ich bin dafür verantwortlich so und genauso bin ich ja auch dafür ver Antwortlich dass der Mensch emotional wieder entspannt nach Hause geht.
00:15:21: Ja, und jeder von uns ... Und da kann sich jetzt auch... ja du hast auch nicht immer nur Sonne in deinem Leben!
00:15:28: Ich habe auch nicht mal nur Sonnen in meinem Leben, das ist einfach so.
00:15:31: In den meisten Fällen haben wir Strategien wie wir damit umgehen.
00:15:34: Wir haben Menschen mit denen wir sprechen, wir haben einen Ausgleich, wir Haben Sport, wir machen lustige Dinge, wir freuen uns über die Welt und irgendwann reicht es aber nicht mehr.
00:15:47: Manchmal passieren Situationen, da reichen eben diese Strategien nicht mehr.
00:15:51: und dann kommen wir an einen Punkt wo wir nicht mehr wissen und auch den hatten fast alle Menschen schon mal so ein Punkt wo man denkt ich mag mich mehr Ich bin mir ist mein Leben zu viel.
00:16:01: Ich weiß nicht was ich tun soll.
00:16:03: Ich weiss nicht wie's weitergeht.
00:16:05: Ich habe auch keine Idee was mich entspannen kann.
00:16:08: also auch das glaube ich haben wir alles schon Mal gehabt und Dann Kommen wir.
00:16:13: Manchmal kommen wir wieder zurück, weil wir merken, es wird.
00:16:17: Manchmal bleiben wir da und kann sich zu einer Erkrankung entwickeln.
00:16:21: Uns ist aber nicht der Punkt Erkrankung wichtig, sondern wir möchten früher in der Prävention ansetzen.
00:16:28: Wir möchten genau die Unternehmen erreichen, die sagen, nee, brauchen wir das nicht!
00:16:33: Sondern wir möchten, dass die Unternehmen Blick dafür bekommen ... selber offen über das Thema spricht.
00:16:39: Also wenn wir das Thema einfach in den Raum werfen und sagen, lass uns doch über eine psychische Krise oder über Depressionen, über Angst reden dann merkt man wie die Leute entspannen, wie sie wirklich da sitzen und diese körperliche Anspannung loslassen können, entspennen und sagen oh, da ist jemand der hört mir einfach zu.
00:16:57: Das jemand, der nimmt mich so wie ich bin.
00:17:00: Der akzeptiert dass ich gerade Angst habe Und wir können die Dinge ja trotzdem tun.
00:17:08: Dann tun wir sie halt mit ein bisschen Angst und wir müssen gleichzeitig trotzdem gucken, dass die Angst nie so groß wird, das sie uns hemmt.
00:17:16: und unser großer Wunsch ist Prävention zu machen also wirklich genau da anzusetzen und zu sagen nimm das Thema doch mit auf und mach dann nicht so'n Angstthema drum weil die meisten wenn man sagt
00:17:29: Haach
00:17:30: psychische Belastungen immer alles oh das ist ganz schwer Das ist ganz tragisch und das ist ganz schwer.
00:17:36: Das ist es nicht!
00:17:37: Es ist ein schönes, es ist ein buntes, das ist ein lautes und liebevolles Thema.
00:17:42: Wir müssen wieder Zugang zu unseren Gefühlen finden.
00:17:45: Da sagen wir mal ja Keine Frage Ja da haben wir eben schon drüber gesprochen.
00:17:50: Wir haben die Schuhe, wir haben die Handschuhe.
00:17:52: Das sind diese offensichtlichen Sachen Die dann hoffentlich auch gemacht werden Malen sie für sinnvoll hält Und nicht nur weil die BG kommen kann und guckt ob's auch passiert.
00:18:05: Dann haben wir auch Bereiche, die schon nicht mehr so offensichtlich sind.
00:18:12: Wir haben ja auch hier in dem Podcast öfters mal über Hautschutz gesprochen und zum Beispiel.
00:18:17: Den machst du einmal
00:18:18: nicht,
00:18:19: merke keinen Mensch.
00:18:21: Machst du auch zehnmal kein Mensch?
00:18:22: Irgendwann kriegste vielleicht doch Probleme.
00:18:25: aber es ist keine Sache wo du den Menschen anguckst oder zieh dein Helm auf.
00:18:31: Mach Hautschutze!
00:18:33: Und ihr seid ja noch einen Schritt weiter draußen.
00:18:37: Bei euch muss man sagen, jetzt machen wir mal Seelenschutz und gucken wir mal ... Das ist auch wieder der Punkt.
00:18:46: Ja das merkt man nicht.
00:18:47: Das merkt einmal nicht, zweimal nicht, dreimal nicht dass man sich nicht um die Seele schützt.
00:18:52: Genau!
00:18:53: Da hat sich der Deed mal überlegt und er redet so lange ein bisschen heig gesagt, das ist Quatsch.
00:18:57: Ne, genau das ist es.
00:18:59: Dann machen wir halt dreimal viermal Seeleschutz nicht.
00:19:03: Aber das ist ja auch im Vorgespräch gesagt.
00:19:06: Das ist genau wie der Helm, den ich aufsitze und den ich zehntausendmal nicht brauche.
00:19:10: aber wir können alle in ein Ereignis reinkommen was so groß ist dass wir es selber nicht gehandelt kriegen und das ist halt der fallende Ziegel der dann halt nicht auf dem Helm sondern in die Seele krach.
00:19:24: und dafür
00:19:25: muss man vorbereitet
00:19:26: sein.
00:19:27: Und damit kriege ich wieder die Kurve zu dem, was du eben gesagt hast, nämlich Prävention.
00:19:30: Ich muss vorbereitet
00:19:31: sein wenn
00:19:32: dieser Ziegel in meine Seele kracht.
00:19:35: Meine Güte sind wir heute
00:19:36: Metaphern ohne Ende.
00:19:38: So kann man sich das vorstellen.
00:19:40: und letztendlich ist, wenn ich zum Sport gehe dann trainiere ich meine Beine trainieren meinen Körper trainiere Muskeln auf.
00:19:48: Ich muss
00:19:49: im Prinzip auch meine Seele trainieren.
00:19:50: sie sollen nicht so stabil sein dass sie nie bricht.
00:19:53: aber letztendling geht es auch ein bisschen um Fitness oder Bodybuilding Krafttraining für die Seele.
00:20:00: Es geht letztendlich darum, wenn uns Schuhe unbequem sind und wir eine Blase haben, dann ziehen wir sie aus und sagen, ich hätte gerne andere Schutzschuhe.
00:20:08: Haben wir irgendwas was unsere Seele bedrückt oder was unsere Psyche Unrundes System bringt oder in unrunden Laufen bringt, dann haben wir da keine Idee zu sagen, ja gut es geht vorbei.
00:20:23: Aber wie lange möchte man denn was machen und was irgendwann vorbeigeht?
00:20:26: Schutzschuhe die drücken ziehen wir keine zwei Tage hintereinander an wenn wir da eine Blase von haben, die wechseln wir.
00:20:32: Und wenn wir ein Arbeitssystem haben Oder auch ein Thema das uns vielleicht privat belastet Das bringen wir trotzdem mit auf Arbeit.
00:20:42: Das haben wir ganz oft in uns drin Ersthälfende, die ein Pflaster aufkleben.
00:20:48: Wenn sich geschnitten hat oder eine Rettungskette bilden ... Wir haben Sicherheitsbeauftragte, die schauen was können wir im Arbeitsschutz tun?
00:20:57: und was vielleicht eine kluge Idee ist für viele Unternehmen sind mentale Ersthäfende.
00:21:03: Also tatsächlich?
00:21:04: Die sind leider nicht verpflichtend.
00:21:05: das ist ja immer so.
00:21:06: etwas muss keiner machen also brauchen wir es nicht wo wie immer sagen Wieso müssen wir dann immer nur was machen, was wir brauchen?
00:21:14: Vielleicht ist es einfach eine kluge Idee jemanden zu haben der ein bisschen achtsamer durch die Unternehmen läuft.
00:21:21: Also sozusagen mit den Augen und dem Herzen guckt.
00:21:24: das ist ja nur einen Zusatz.
00:21:27: Der geht ja nicht rum und sagt du hast eine Depression, ne Angststörung da haben wir das.
00:21:32: darum geht's ja gar nicht sondern es geht darum.
00:21:34: Da is jetzt jemand und da kann ich hin wenn ich etwas hab und er spricht auch aktiv an
00:21:39: Über die Ersthelfer will ich auf jeden Fall auch noch mit dir reden.
00:21:42: Nee, weil das ist ein ganz unter anderem Röberseifenlasen.
00:21:45: Kleiner Cliffhanger.
00:21:47: Auf jeden
00:21:47: Fall!
00:21:47: Aber... Ich will nochmal zurück zu dieser Arbeitssituation.
00:21:52: Ist es nicht vielleicht auch so dass wenn mir einer sagt der Schuh passt ihm nicht?
00:21:56: Dann kaufe ich ihn vielleicht einen anderen Schuh.
00:21:59: Das betrifft aber nicht mein Unternehmen.
00:22:02: Das betrift den Schuh und den Fuß des Mitarbeitenden.
00:22:06: Wenn ich aber Situationen habe, die mental belasten sind, dann ist das ja eine Fragestellung, die unmittelbar auf den Arbeitgeber zurückfällt.
00:22:17: Vielleicht
00:22:17: betrifft er auch?
00:22:18: Könnte sein vielleicht betriffte aber auch nur den Mitarbeitende.
00:22:22: Aber ich hatte so wie du das eben gesagt hast, hatte ich so die Idee dass vielleicht auch viele Arbeitgebers ein bisschen oder auch vielleicht unberechtigt aber so den Gedanken haben Wenn die Leute sich hier nicht wohlfühlen, wenn hier keine gute Atmosphäre ist.
00:22:39: Wenn der irgendwie... Dann fällt das ja auf mich zurück.
00:22:44: Das weiß ich nicht.
00:22:46: Da sind die Pausen nicht lang genug oder die Pausanräume sind nicht gut genug gestaltet?
00:22:50: Oder Arbeitszeitplanung stimmt nicht?
00:22:52: Da kannst du ja hundert Fragen entwickeln, entschieden werden müssen vom Management von den Vorgesetzten.
00:23:01: So ein Schuh kaufen ist dagegen ja, weißt du das ist eine externe Sache.
00:23:08: so diese Themen der mentalen Gesundheit liegen oder vermeintlich außer.
00:23:13: Du bringst sie von außen mit auch oft ja direkt bei denen die des Unternehmen leiten
00:23:19: und
00:23:19: für die schuhe oder ne oder so halb
00:23:22: Ja so halbt
00:23:23: okay.
00:23:24: Für die Schuhe mussten wir auch Prozesse entwickeln.
00:23:27: Also, für die Schuhe gibt es auch einen Einkaufsprozess.
00:23:30: Welche Gelder werden zur Verfügung gestellt?
00:23:33: Wer kauft die Wannen ein?
00:23:34: Wie oft darf ich was wechseln?
00:23:36: Wie viele Schuhen gibt's?
00:23:38: mit welchen Produktherstellern arbeiten wir zusammen?
00:23:40: Also da gibt es einen ganz wundervollen Prozess.
00:23:43: der musste auch irgendwann entwickelt werden und jetzt ist eben für die Unternehmen dran zu entwickeln.
00:23:49: Wie kann ich und was kann ich tun, wenn es um mentale Gesundheit geht?
00:23:54: Und der Satz sollte nicht heißen.
00:23:56: Arbeit lenkt ab, stelle dich nicht so an.
00:23:59: Ansonsten geht's viel schlechter.
00:24:00: Sondern der Satze sollte heißen, okay, was können wir als Unternehmen dazu beitragen?
00:24:05: Ich weiß jetzt, tausend Hörerach mehr ...
00:24:08: Millionen.
00:24:08: Millionen
00:24:09: Hörern,
00:24:10: Trillionen
00:24:11: brechen gerade zusammen und denken, soll ich denn noch alles machen als Führungskraft!
00:24:16: Darum geht es gar nicht.
00:24:17: Es ist viel billiger als die Schuhe, wenn ich nämlich einfach mit einem offenen Herzen und mit nem offenen Geist an die Sache herangehe Und wenn ich einfach gucke Was können wir in unserer Abteilung machen damit wir alle das Gefühl von Oh, hier darf ich einfach Ich sein.
00:24:34: Also das heißt nicht dass jeder seine ganzen Ticks und Befindlichkeiten mit auf Arbeit bringen soll und die in hunderttausendprozentiger Gänze auslebt sondern zu wissen Mensch heute habe ich es echt schwer weil mein Partner gestorben ist oder weil meine Partnerin krank ist ein Kind eine tragische Krankheit hat oder oder oder.
00:24:54: In den Momenten sind wir sehr wohl da.
00:24:57: Aber geh mal auf Arbeit und du hast gerade die Beerdigung deines Lebenspartners hinter dir, dann wissen alle nicht wie sie mit dir reden sollen.
00:25:04: Gehen dir lieber aus dem Weg und machen auch keinen Mittag mit
00:25:07: dir.".
00:25:08: Das ist jetzt nicht grad hilfreich für den Menschen der wieder auf Arbeit gekommen ist.
00:25:12: als kleines Beispiel!
00:25:15: Wir erzählen über Hochzeiten, über tolle Sachen.
00:25:17: Aber wir erzählen nicht darüber, dass meine Frau an Depression erkrankt ist oder mein Partner eine Psychose hat oder meinen Kind was weiß ich nicht richtig lesen und schreiben kann und vielleicht ne Förderhilfe brauche.
00:25:32: Also das sind keine Sachen mit denen wir ins Geschäft kommen weil wie immer denken wir müssen damit alleine zurechtkommen.
00:25:38: Ob wir erzählen, wie geil die Hochzeit war.
00:25:40: Und vielleicht ist es doch mal schön auch über andere Dinge reden zu dürfen ... Ohne dass man direkt bewertet wird.
00:25:46: Also ohne das wir als Außenstehende direkt sagen ah ja der hat sein Leben auch nicht im Griff ne?
00:25:52: Ah nee, das macht er ja nicht gut!
00:25:54: Ich würde das ja ganz anders machen.
00:25:56: Vielleicht müssen wir's gar nicht bewerten.
00:25:58: Vielleicht dürfen wir uns einfach hören und daneben setzen und sagen wo ist echt gerade schlimm.
00:26:02: An meinen Schwurbeln von eben angekoppelt.
00:26:09: Also erst mal muss ich in meinem Unternehmen gucken, dass ich eine wertschätzende Atmosphäre habe und das die Leute vernünftig arbeiten können.
00:26:19: So dass praktisch keinen Druck einen Schlag auf ihre mentale Gesundheit macht.
00:26:27: Das Zweite ist.
00:26:27: aber wenn ich ein super Unternehmen habe kann ich mich auch nicht dagegen wehren, dass meine Mitarbeiter da draußen irgendetwas passiert?
00:26:37: was er mit ins Unternehmen bringt und mit dem wir dann alle umgehen müssen.
00:26:47: Wenn der mit seinem Leid kommt, wollen wir den ja irgendwie auch abholen?
00:26:52: Genau begleiten!
00:26:54: So würden wir ihn aber auch begleiten.
00:26:56: Also ich mach's noch mal an Schuhen fest, weil das ist so schön einfach wenn jemand sich das Bein gebrochen hat oder zwölf Trillionen Schrauben im Fuß hat oder eine C-Amputation hat, weil er was auch immer für ne Erkrankung hat dann passen wir witzigerweise den Schutzschuh auch an.
00:27:16: Wir passen auch Handschuhe an wenn plötzlich ein Finger fehlt Oder wir passen die Schutzbrille an Schärfe mitbraucht.
00:27:24: Also, witzigerweise passen wir da ja auch alles an wenn er sich was im privaten zugezogen hat was jetzt mit ins berufliche kommt weil wir es ja so schön sehen können.
00:27:36: genauso passen mir jetzt eben auch den umgang an wenn jemand mit einem ja mit einer psychischen krise kommt.
00:27:42: also noch mal wie sind nicht der therapeut vor ort sondern wir begleiten das und wir gucken was können wir tun?
00:27:48: damit funktioniert begleiten tun und für uns ist einfach, es geht immer so Stefanie und ich.
00:27:58: Für uns ist Prävention das Wichtigste gar nicht die Nachsorge also Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz besteht aus Prävention.
00:28:06: Und da sind wir jetzt bei den Erstehelfern zum Beispiel?
00:28:09: Zum Beispiel!
00:28:09: Hattest du mal wie bist du darauf gekommen?
00:28:12: Das ist ja nicht unsere Idee das haben ja viele andere Freunde.
00:28:14: Hast
00:28:14: du geklaut?
00:28:15: Ich weiß gar nicht
00:28:16: ob ich
00:28:17: abgeschrieben habe.
00:28:19: Nein natürlich ist das nichts, was jetzt weltbewegend neu ist?
00:28:24: Sondern ich glaube, was halt für uns irgendwie alle sehr neu ist.
00:28:28: Weil wir haben die Sachen, die verpflichtend sind – haben wir gerade schon drüber gesprochen, die sind alle da.
00:28:33: und der mentale Ersthelfende wie gesagt immer auf etwas um was soll ich mich noch alles kümmern.
00:28:38: Naja sagen wir mal so Gefährdungs- beurteiler psychischer Belastung war es schon immer pflichtend gewesen seit vielen, Jahrhunderten sozusagen, aber seit langer, langer Zeit.
00:28:49: Seit zwei Tausend dreizehn nochmal explizit mit aufgenommen.
00:28:53: und wenn man die macht kommt man manchmal an dem Punkt das vielleicht ein mentaler Ersteelfener eine Maßnahme sein kann also sprich Ansprechperson im Unternehmen zu haben Die wertfrei zu hören die einfach erstmal da sind die vielleicht auch aktiv jemandem ansprechen Wenn sie bemerken der verändert sich einfach zu signalisieren Hallo, ich bin da.
00:29:16: Und wenn du magst können wir ein Gespräch
00:29:18: führen.".
00:29:19: Die gleichzeitig auch mal nachfragen und die eben auch so eine Kontaktstelle nach außen anbieten.
00:29:26: Sprich welche Beratungsstellen gibt's?
00:29:29: Welche Selbsthilfegruppen gibt es?
00:29:30: Bei Selbsthilfen fallen jetzt wieder alle um.
00:29:33: aber letztendlich geht ja genau darum zu gucken... Dieser
00:29:35: Podcast wird in der Regel sitzend gehören.
00:29:37: Also macht ihr keine
00:29:38: Sorgen!
00:29:39: Vielleicht rutschen sie auch vom Stuhl.
00:29:42: Aber letztendlich geht es genau darum, wer kann mich denn unterstützen?
00:29:46: Denn in dem Momenten wo's mir häufig all ist oder mir schlechtgeht habe ich keinen Blick mehr dafür was mir jetzt unterstützend oder helfend da sein kann.
00:29:57: Und wir bilden ja mentale Ersthelfende aus machen viele andere auch.
00:30:00: aber letztendling sind das die Schwerpunkte dass sie zum einen ein bisschen über die Erkrankungen wissen und über die Krankheitsbilder wissen und gleichzeitig eben Möglichkeiten haben, wie sie es ansprechen.
00:30:13: Wie Sie es vermitteln können?
00:30:14: Das sind keine Therapeuten!
00:30:15: Das ist ganz wichtig.
00:30:16: Sondern das ist ein Bindeglied zwischen Mitarbeitenden und Beratung.
00:30:22: Also eigentlich
00:30:23: der Kollege vom Nachbartisch oder der Kollege von der Nachbarwerkbank... Genau.
00:30:27: Der vorbeikommt und sagt Mensch lass uns mal einen Kaffee trinken.
00:30:30: ich sehe doch irgendwas ist.
00:30:32: Ich meine nur der sieht ja auch die Veränderungen.
00:30:37: Wenn dann Abteilungsleiter oder Geschäftsführer sich, manche sehen sie zweimal im Jahr.
00:30:42: Wie soll der eine Veränderung wahrnehmen?
00:30:43: Die Veränderungen sieht ja nur der Kollege, der unmittelbar näher ist.
00:30:47: Oder eine Führungskräfte immer da ist.
00:30:49: also wir haben auch Führungskräfte die das die Ausbildung gemacht haben es wirklich breit gestellt.
00:30:55: wichtig ich glaube wichtig ist oftmals gar nicht dass das unfassbar jeden tag dreißig tausend mal genutzt wird sondern ich glaube für viele Menschen ist es schon einer Entlastung zu wissen da is jemand Da ist jemand, der das nicht bewertet und dieses ... Wir sind so müde immer wieder zu hören.
00:31:14: Ich glaube, es kennt jeder, wenn's mir oder ich das Gefühl habe, mir wächst alles über den Kopf.
00:31:20: Ich weiß nicht mehr wo oben und unten ist.
00:31:22: Und dann kommt ein Satz wie, stell dich mal nichts anderes auf ein tolles Leben?
00:31:27: Will ich das an dieser Stelle hören?
00:31:30: Ist es das, was ich jetzt wirklich brauche?
00:31:32: Oder möchte ich einfach nur ganz kurz einmal auf dem Arm und jemanden daneben mir sitzt und sagt, oh ist auch wirklich gerade viel.
00:31:40: Was empfiehlst du da so für einen Schlüssel?
00:31:44: Also bei ... Nee, nicht irgendwie keine Zahlen oder Details aber du musst ja ... Nein, du willst ja ... Du musst nichts.
00:31:52: Du willst ja diese ... Du willst eine gewisse Abdeckung haben also dass man im Prinzip ein gewisses Faktor hat wo man drauf guckt Wo ist das noch eine realistische Größe?
00:32:02: Einer von zwanzig, einer von dreißig.
00:32:05: Nur mal dass man so ein ganz grob mal so einen Gefühl kriegt
00:32:09: und du sagst
00:32:11: da hab ich kein gutes Gefühl mehr.
00:32:12: Eine auf hundert ist viel zu wenig oder eine auf fünf ist Quatsch weil die...
00:32:17: Die
00:32:18: gucken sich dann alle gegenseitig an.
00:32:21: Musst mal gucken, grundsätzlich würde ich mich immer daran orientieren was so ein bisschen tatsächlich auch für die Sicherheitsbeauftragten gilt also räumlich und zeitlich vor Ort interessiert also da sein wenn ich früh spät Nachtschichten habe.
00:32:35: es ist manchmal schon klug jemand in der Früh in der Späte und in der Nacht schicht zu haben.
00:32:40: Grundsätzlich macht es Sinn, mehr als einzuhaben damit die sich auch austauschen können und damit die auch Projekte vielleicht mal planen wenn's um Gesundheitstage oder Arbeitsschutz Tage geht.
00:32:50: Oder haben wir vielleicht irgendwo... irgendwas Cooles zu dem Thema Aushängen oder Drei Flyer irgendwo liegen.
00:32:56: Also, dass sie praktisch auch ein Team will?
00:32:59: Dass die zumindest nicht eine Gruppe bilden können.
00:33:02: und ganz ehrlich manchmal sind wir froh wenn überhaupt einer da ist egal wie groß das Unternehmen ist.
00:33:07: Wenn dann ein Unternehmen so dagegen ist wo weiß ich ja immer die Frage stellt warum ist das Unternehmen da so schlimm dagegen Ist ja trotzdem schön dass überhaupt einer dar ist wobei es dann eben aus Sinn macht Der muss bekannt gemacht werden.
00:33:20: Also es muss dann auch irgendwo ein Aushang, einen Rundschreiben was auch immer geben dass man jetzt weiß so der die Transmentarler erst helfen.
00:33:27: da also das macht schon aussehen.
00:33:29: Hast
00:33:29: du Bereiche wo du sagst Da ist einfach der Job auch fordern der?
00:33:35: Da ist es eigentlich direkt so dass man sagt Leute da müssen wir konkret drüber reden oder hast in der Fläche völlig egal.
00:33:44: Ich
00:33:44: würde glaube ich sagen in der fläche ist es völlig egal.
00:33:48: Versicherung und Schlachthof, alles eins?
00:33:51: Na ja vielleicht.
00:33:53: Also ich glaube immer dass wir in manchen Bereichen eher dazu neigen mal über Gefühle zu reden oder über unsere Befindlichkeiten zu sprechen und ich glaube das es in manche Bereichen einfach nicht dazugehört.
00:34:05: wenn du zum Beispiel einen Steinbruch fährst oder ein Zementwerk fährste ist vielleicht nicht das allererste über was man spricht das Gefühl.
00:34:13: Na ja, die sprechen eh nur ... Sie sehen sich ja eh.
00:34:17: Die fahren ja rum mit ihren Maschinen nicht so.
00:34:19: Die haben eh weniger.
00:34:20: Vielleicht in der Mittagspause mal einen Kontakt?
00:34:22: Dann ist es vielleicht auch gar nicht unbedingt so, dass wir über das Gefühl reden oder unsere Befindlichkeiten sprechen.
00:34:28: In der
00:34:28: Fertigungsstraße ist
00:34:30: das ähnlich!
00:34:31: Ich glaube, es gibt einfach manche Bereiche, wo wir sowieso wenig Kommunikation haben und dann schon überhaupt nicht über Befindlichkeit nennen.
00:34:40: Wie ist mein aktueller Gefühlszustand?
00:34:42: ansprechen.
00:34:43: Und dann schon mal überhaupt nicht, wie war der heute Morgen?
00:34:45: Wie ist er jetzt?
00:34:46: Wie is er heute Nachmittag wenn ich nach Hause muss oder nach Hause darf?
00:34:50: Ich glaube dass es da einfach nur noch schwieriger einen Zugang zu finden.
00:34:57: Wohin gehen wir, wenn du gerade Versicherung angesprochen hast?
00:35:00: Da sehen wir uns häufiger heißt aber nicht unbedingt dass wir damit empathischer oder freundlicher mit unseren Kollegen umgehen weil da vielleicht manchmal, weil wir eben nicht drüber sprechen die Angst so groß ist, wenn ich jetzt mal im Bürokollegen erzähle das ich emotional grade am Ende bin dass er das vielleicht in der nächsten Kaffeepause dem Nächsten tratscht.
00:35:21: Oder die Karriere schaden nimmt
00:35:22: oder was auch immer?
00:35:23: Genau, und da sind so ganz viele... Ich glaube einfach, dass wir viel zu viele Befindlichkeiten innerhalb der Unternehmen haben, was das Thema psychische Gesundheit angeht oder mentale Gesundheit.
00:35:33: Ich glaube immer, soweit das Wort Psyche dabei ist werden alle ganz hektisch ein bisschen wie aufgescheuchte Hühner laufen rum und sagen oh nein!
00:35:41: Und wieso?
00:35:43: Ja
00:35:44: hab ich ja eben gemeint also... Das macht
00:35:46: ja keinen Sinn.
00:35:48: Vielleicht zieht man sich einen Schuh an, den man gar nicht ... vom Schuhkombat nicht weg.
00:35:52: Vielleicht zieh ich ein Schuh, der gar nicht für einen gedacht ist?
00:35:55: Weil es ja das Problem oder das ... Ja, das Problem, ne?
00:36:00: Nicht die Herausforderung!
00:36:01: Das Problem gar nicht beim Unternehmen ist, sondern der Kollege einfach von außen was mitblieben und das kann hier der fantastische Ponyhof sein und trotzdem ist sein Vater gestorben oder was auch immer gerade passiert Und er kommt einfach mit der Situation nicht klar.
00:36:17: Deswegen ist es ja eigentlich quatsch, also ich will mich ja vor was schützen, vor dem ich mich gar nicht schützen kann.
00:36:23: Weil ich kann mich ja nicht vor den Dingen... Ich kann ja nicht die Dinge verhindern wie meinen Mitarbeitenden da draußen passieren
00:36:30: und ich kann aber doch meinen Mitarbeitenden das Gefühl geben von und egal was passiert, da können wir einfach auch gucken dass es irgendwie zusammen auch wieder lösen können oder dass wir dich zumindest begleiten können.
00:36:42: Und nochmals geht gar nicht darum, dass wir jetzt hundertausend Euro in die Hand nehmen müssen für neue Farben an den Wänden bessere Sitzstühle.
00:36:50: Das kommt alles in der Ergonomie aber das ist nicht in der mentalen ersten Hilfe sondern da hilft manchmal vielleicht eine Wand wo ein paar Flyer aushängen.
00:36:57: Da hilft vielleicht einfach mal bei der nächsten Betrieb Versammlung, drei Sätze über das Wort psychische Krise zu verlieren oder vielleicht mal ganz kurz zu erzählen was eine Depression ist.
00:37:08: Oder eben ein Bullshit-Bingo zum Thema machen, welche Dufensätze kann ich sagen wenn es jemandem schlecht geht?
00:37:15: Aber ganz groß würde wahrscheinlich helfen, wenn man so ein bisschen einem Thema Wertschätzung im Unternehmen arbeitet an der Fehlerkultur.
00:37:24: Ja klar!
00:37:24: psychologische Sicherheit.
00:37:26: Also guck, dass ich einen Fehler zugeben darf ohne das sich direkt die Schuld bekommen.
00:37:32: also psychologischer Sicherheit bedeutet Ich darf zu geben als wenn jemand fragt wer ist dafür verantwortlich?
00:37:38: Wer hat den Fehler in Anführungszeichen verschuldet?
00:37:40: Dass ich völlig entspannt sagen kann Das war ich und dass ich dann nicht mit hochgezogenen Augenbrauen angeguckt werde unter sich sozusagen wegen dir, sondern dass ich mich sicher fühlen kann.
00:37:56: Dass ich weiß, ich werde getragen.
00:37:58: im Sinne von und aus dem Fehler können wir was lernen.
00:38:01: Denn wenn mir mal ganz ehrlich sind, Fehler sind Helfer nur anders
00:38:06: buchstabiert.".
00:38:07: Und wenn man das einfach mal für sich klar hat, dann macht es einfach Sinn und ist auch okay, dass ich einen Fehler mache.
00:38:14: Ohne Fehler würden wir heute hier nicht sitzen!
00:38:17: Ich bin mir sicher, dass nicht jeder Podcast immer nur rund gelaufen ist, sondern dass ganz viele in den Anfängen Fehler passiert sind, die dazu geführt haben, dass es heute so großartig ist.
00:38:27: Mein Leben ist doch auch nicht ohne Fehler gelaufen, sondern ich habe ganz viele gemacht.
00:38:32: Manche hab' ich sogar mehrmals gemacht bis ich's verstanden hab'.
00:38:35: um dann aber hier sitzen zu können und zu sagen.
00:38:37: Und ja, das hat mich zu dem Menschen oder der Frau gemacht die ich heute bin mit all ihren lustigen Eigenarten und vielleicht auch für viele herausfordernde eigene Arten kann ja sein.
00:38:49: Lass uns mal aus meinem Taschen wissen... Ja genau!
00:38:54: Ich haue jetzt aber jetzt kommt der private Teil und könnt jetzt mal abhauen.
00:38:57: Mach
00:38:57: mal kurz weg wir machen es jetzt mal unter uns.
00:39:00: Wir sind hier nur zu zweit.
00:39:01: Ich finde die Schuldfrage ist Generell totaler Quatsch.
00:39:04: Natürlich!
00:39:05: Weil Leute immer selber wissen, ob sie gut performt haben oder nicht, ob was funktioniert hat oder nicht.
00:39:13: Ob auch die äußeren Umstände das hergegeben haben... Das ist ja immer ein Faktor.
00:39:18: Man kann ja auch etwas sehr geil können aber das Handwerkzeug war nicht da, die Zeit war nicht dar und das Ergebnis ist halt irgendwie.
00:39:27: Und ich habe Leute, die schon ein bisschen länger ihren Job machen.
00:39:31: brauchst du Das Thema Schuld gar nicht bringen, die wissen alle selber ob das was sie gerade gemacht haben sehr gut war oder ob da noch Luft war.
00:39:42: Deswegen diese Diskussion.
00:39:45: über den Fehler kann man reden aber das ganze Thema Schuld halte ich im Job für totalen Quatsch
00:39:53: und bleibt dabei.
00:39:54: also Ich bin da voll bei dir und gleichzeitig haben wir das in Unternehmen.
00:39:59: Ich weiß, dass wir eine Schuldkultur haben.
00:40:01: Aber
00:40:01: das ist für mich ... Ja?
00:40:04: Aus meiner Berufserfahrung und allem was mir begegnet ist einfach so eine Quintessenz.
00:40:10: Die Schuldfrage brauchen wir gar nicht behandeln!
00:40:13: Null.
00:40:13: Die
00:40:13: Leute wissen selber, ob's ... Da muss man nur sagen, was müssen wir ändern damit es nächstes Mal besser wird fällig.
00:40:19: Genau.
00:40:19: Und auch ohne hochgetogene Augenbrauen.
00:40:21: Also sondern wirklich... wertfrei und das hilft ja schon ungemein.
00:40:26: Also wenn ich schon weiß, ich kriege gleich einen Abriss oder ich bin bei allen unten durch oder ich habe dies oder das dann wird doch sogar verschwiegen wer mit welchem Stapler irgendwo vorgefahren ist obwohl es alle wissen.
00:40:41: und es macht keinen Sinn.
00:40:43: und genauso wenig macht es Sinn zu sagen mentale erste Hilfe brauchen wir nicht Oder psychische Krisen haben wir nicht.
00:40:50: Meinen Mitarbeitenden geht's immer gut, weil ich ein wundervoller Vorgesetzter bin.
00:40:58: Nein!
00:40:58: Es kann immer was passieren.
00:41:00: Wie befängst du diese mentalen Erstseife an?
00:41:04: Nicht nur, indem du ihn Seifen blasen.
00:41:07: Nein!
00:41:09: Da musst du auf jeden Fall gleich was zu sagen?
00:41:11: Natürlich!
00:41:12: Zu den Seifenblasen.
00:41:13: aber diese Befähigung.
00:41:16: Also jemand fühlt sich ja gerne... also erst mal das kommt ja auch aus den Leuten selber raus hoffe ich dass die für sich selber entscheiden.
00:41:22: Ja das kann ich mir vorstellen.
00:41:24: Das ist dann eine bestimmte Gruppe von Menschen im positiven Sinne formuliert Die auch eine gewisse Empathie einfach haben.
00:41:33: Und es gibt ja auch Leute, denen so relativ egal ist wie's dem Nachbarn geht.
00:41:38: Es gibt andere die gucken schon mal drauf und wahrscheinlich sie brauchst du gar nicht hinhalten das passiert von ganz alleine dass ich bei dir dann eher die melden denen das eh liegt.
00:41:49: aber trotzdem müssen die ja noch.
00:41:52: also befähigt ist so scheiß wort.
00:41:53: aber die müssen irgendwie fit gemacht werden und auch so ein bisschen vielleicht doch so noch einen bullshit bingo worthin drauf so mein zett muss nach Ich mach auch gleich ein Kreuzchen, macht dir keine Sorgen.
00:42:07: Obwohl ich
00:42:08: finde die Quote geht heute noch.
00:42:12: Die Leute müssen ja ermächtigt werden neben dem inneren Auftrag wie man so schön sagt dann aber auch das Handwerkszeug und dass können ... Ich wollte jetzt wieder Bullshit-Bingo spielen, das zu machen.
00:42:29: So, jetzt du kommst!
00:42:30: Wie machst du es?
00:42:31: Also letztendlich ist es bei uns eine und jetzt eine Online Ausbildung.
00:42:35: wenn wir also wenn wir haben jetzt unterschiedliche Formate Wir haben einmal den Freienkurs Das ist eine Onlineausbildung da treffen wir uns dreimal A drei Stunden online Haben dazu ne Lernplattform.
00:42:49: Und inhaltlich das ist ja so dass wichtigste was passiert Inhaltlich Zahlen-Daten-Fakten, auch wenn wir die heute rauslassen.
00:42:57: Aber so ein paar Zahlen- Datenfakten helfen manchmal um wirklich zu verstehen wie wichtig das ist.
00:43:03: Ja, dass es ein großes Thema ist!
00:43:04: Das
00:43:04: ist ein Riesenthema.
00:43:06: Wir sprechen über psychische Belastungen, über Depressionen und Suizid.
00:43:11: Das ist so in Teil eins.
00:43:13: Wir sprechen in Teil zwei über Angst Erstörungen und ein ganz, ganz kleiner Teil bei uns ist Psychose.
00:43:22: Deshalb nur so einen kleinen Teil weil die meisten Menschen in einer Psychose einmalig vielleicht im betrieblichen Kontext auffallen.
00:43:29: In den meisten Fällen nicht unbedingt im betrieblichen Kontex so häufig anzutreffen sind.
00:43:35: Und dem dritten Teil sprechen wir noch mal über Suchtprävention und über das Thema betrieblicher Kontext.
00:43:41: Weil für uns eben auch wichtig ist, dass die Menschen das in den Betrieben auch leben können.
00:43:46: Also wir sprechen über welche Aktionen kann man machen?
00:43:49: Welche Möglichkeiten sind da?
00:43:52: Während dieser drei Termine geht es immer um Gesprächsführung.
00:43:59: Was heißt kluger Umgang?
00:44:01: Aber wie kann ich's aufbauen?
00:44:02: Wie kann ich so ein Gespräch führen?
00:44:04: Was ist wichtig?
00:44:05: Welchen Fragen lasse ich einfach manchmal auf?
00:44:08: weg.
00:44:08: und wir sprechen über Empathie.
00:44:11: Jetzt denkst du vielleicht direkt so, aber das geht doch online gar nicht!
00:44:15: Du glaubst gar nicht welche Nähe online zu gestalten ist?
00:44:18: Und wir haben parallel für die eine große Lernplattform wo unsere Teilnehmenden praktisch sich immer wieder zu dem Thema austauschen können, wo sie auch noch zusätzliches Material finden.
00:44:30: Also fachliche Informationen, alle Fragen könnt ihr bei uns stellen.
00:44:34: Bei uns gibt es immer noch einmal im Monat wenn man bei uns in der Ausbildung war ein Motivationsmontag also wir schicken einmal Newsletter mit einer Übung mit einem kurzen Innerheiten sodass man so eine Motivationspostkarte von uns bekommt.
00:44:50: Und wir haben mentales Lunchen,
00:44:52: d.h.,
00:44:52: wir bieten für unsere mentalen Ersteffenden in regelmäßigen Abständen einen Mittagslunch an digital zu unterschiedlichen Themen.
00:45:01: Darf ich eine Werbung machen?
00:45:03: Sonst musst du die jetzt
00:45:04: rauskreien.
00:45:05: Du bist
00:45:05: das schon dran?
00:45:06: Nee, also weil wir haben nächste ... Ach nee!
00:45:09: Also wir haben dann eben auch immer mal wieder Open Arms-Lunches, die wir dann weiterleiten und wir machen natürlich auch In-Haus-Seminare.
00:45:20: Wir haben jetzt mehrere Unternehmen.
00:45:21: Wir machen immer mal einen Vortrag wie bei FISA'd zum Kurzvorträge.
00:45:26: Wir sprechen schonmal auf Betriebsversammlung Und wir machen auch Inhausseminare.
00:45:32: wir dann auch mal eben zehn bis zwölf mentale ersthelfende und block ausbilden.
00:45:40: Und das macht, dass ist dann Schlauer vor Ort, während du dann online eher Einzelkämpfer hast oder hast du manchmal auch online mehrere Unternehmen?
00:45:50: Also wir haben auch Unternehmen die sagen können wir das vielleicht nur online machen.
00:45:54: Weil wir unterschiedliche Standorte haben.
00:45:56: Wir haben Unternehmen mit dem wir das hybrid machen.
00:45:58: da haben wir eine Vorveranstaltung online Haben eine vorort Veranstaltung im nachgang noch meine veranstaltung Online.
00:46:05: es gibt.
00:46:06: wir sind ja sehr offen und sehr frei in allen möglichkeiten und Aus der Erfahrung, wir machen das ja jetzt auch schon ein Stück länger.
00:46:14: Aus der Erfahrungen heraus ist funktioniert alles und jeder, der sagt online geht nicht hat online noch nicht bei uns im Seminar gemacht.
00:46:21: Das ist immer so es geht glaube ich auch sehr langweilig.
00:46:26: Man kann alles zu einer Katastrophe entwickeln und man kann
00:46:30: auch alles ganz fantastisch hinkriegen.
00:46:32: Bei uns geht's auch ganz viel um Selbstfürsorge also tatsächlich zu gucken, was kann ich für mich tun?
00:46:37: und nicht erst was kann Ich Für.
00:46:38: Mich tun wenn es mehr schlecht geht sondern im Vorfeld zu Gucken Was Kann Ich Tun damit mir?
00:46:44: gar nicht erst schlecht geht.
00:46:45: Also wir machen wirklich ganz viel Selbstfürsorge, gucken welche Übungen passen, welche Möglichkeiten gibt's?
00:46:50: Wen brauche ich an meiner Seite?
00:46:52: Wer ist mein Notfallkontakt?
00:46:54: und damit es nicht unbedingt immer die Partnerin der Partner gemeint sondern vielleicht ist der Notfall Kontakt wenn es mir emotional nicht so doll ist.
00:47:02: Vielleicht ist das mein Kindergartenfreund oder vielleicht ist es meine Schulfreunden oder meine liebste Kolleginnen und vielleicht ist das ein erster Schritt.
00:47:11: Jeder sollte mal überlegen wer sein emotionaler Notfallkontakt ist.
00:47:15: Und ganz klug... die ihm auch Bescheid geben.
00:47:19: Das wäre eine gute Idee.
00:47:21: und vielleicht gibt es einen Zauberwort, was man gerade braucht also Liebe oder Lösung, Hammer oder Rotwein?
00:47:29: Vielleicht möchte man manchmal auch gar keine Lösung haben.
00:47:31: wir sind ja immer alle sehr lösungsorientiert.
00:47:34: Und
00:47:35: vielleicht können wir einfach mal zusammensitzen und sagen kann ich heute nur Liebe habe.
00:47:39: und das heißt nicht Ich muss um Abend werden sondern das heißt ich will erzählen Nicht mehr und nicht weniger
00:47:46: Spannend.
00:47:47: Die Leutchen, die ausbildet, das hebt sie auch noch mal?
00:47:54: Du merkst einfach dass sie dann nochmal so für sich anders definieren.
00:47:59: danach?
00:48:00: Weil Sie das Gefühl haben, Sie wissen was!
00:48:03: Also weil Sie das Gefühl haben, sie stehen nicht in einem luftleeren Raum sondern Sie haben zumindest mal eine Basisbeschulung und Sie merken an den Themen haben sie noch Interesse.
00:48:14: Das ist eher bei Ihnen im Unternehmen, also was wir häufig in den Unternehmens haben.
00:48:19: Also jetzt einfach so rein von unserer Erfahrung her ist das oft die psychische Krise und die Depressionen.
00:48:26: Und das ist das, was wir schwerpunktmäßig haben.
00:48:28: Die Sucht sowieso.
00:48:29: aber die Sucht es nochmal ein bisschen anders zu betrachten.
00:48:33: Aber das sind so die Sachen, die wir haben.
00:48:36: Es geht ja gar nicht darum immer den Suizid zu verhindern sondern manchmal geht's auch nur darum zu gucken Wie ist es dem Menschen gerade?
00:48:46: Also was passiert da grade und da frühzeitig einzugreifen.
00:48:51: Es ist wie ein Ersthelfer,
00:48:52: der
00:48:53: näht nicht.
00:48:55: Der guckt und sagt, das kann ich nicht mehr, da rufe ich jetzt einen Arzt oder erklebt den Pflaster drauf.
00:49:01: Und das Pflasta ist manchmal ... Ich sitze neben dir und hör dir zu bei mentalen Erstehelfenden.
00:49:07: Oder wir pusten Seifenblasen.
00:49:09: Gebt uns das zum Ende mit!
00:49:11: Kommt!
00:49:12: Also ja, das ist tatsächlich ... für mich sind Seifenblasen.
00:49:15: Ich hab's schon mal erwähnt, Seifen-Blasen retten Leben an so vielen Stellen.
00:49:21: Sondern als Titel für die Episode?
00:49:22: Auf jeden Fall wegen hier sehr gerne!
00:49:25: Es ist ein ganz wichtiger Faktor.
00:49:27: ich besitze und fassbar viele Seifen Blasen.
00:49:30: Sie sind immer und überall in jeder meiner Taschen.
00:49:33: Ich trage sie immer bei mir sind einfach unfassbar schön.
00:49:38: Zum einen, weil ich meine Atmung konzentrieren muss wenn ich sie puste.
00:49:42: Das hat schon mal... Ich kann mich fokussieren.
00:49:44: Sie schiller als ne Papiertüte.
00:49:46: Schöner als eine Papiertüte!
00:49:47: Sie schillern, sie zerplatzen und das ist nicht schlimm, denn ich kann neue machen.
00:49:52: Ich kann große machen, ich kann kleine machen, Ich kann unfassbare viele machen Und ich kann mich für ein kurzes Moment darüber erfreuen.
00:49:59: und vielleicht ist es ein bisschen Traurigkeit weg.
00:50:02: und sie haben eine unglaubliche Leichtigkeit.
00:50:04: Für mich ist es so wichtig dass dieses Thema mit viel mehr Leichtigkeit betrachtet wird und viel mehr spielerischer und fröhlicher als das, was es oftmals im Außen hat.
00:50:16: Ich glaube, dass ist so der wichtigste Effekt an den Seifenblasen.
00:50:20: Und jeder, der mich kennt weiß, dass ich sie tatsächlich phänomenal finde.
00:50:24: Also neben die Pflaster gehört definitiv auch eine Tube-Seifenblase?
00:50:29: Immer!
00:50:30: Die muss man wirklich immer haben.
00:50:32: Geben
00:50:32: wir hier in die Arbeitsschutzwelt raus Freunde.
00:50:34: Und wenn jemand wirklich auf ein bisschen Seifenblasenlauge ausrutscht, hat er ganz andere Themen als die Seifen-Blasenlaube.
00:50:41: Da ist da im Körper Habitus was nicht ganz richtig.
00:50:44: Nein also um Gottes Willen!
00:50:45: Aber letztendlich geht es genau darum ihr könnt's auch aus dem Fenster rauspusten.
00:50:50: Ja jetzt ist das wirklich wichtig?
00:50:52: Ja du hast es ja erzählt auf dem Seminar und ich im ersten Moment schmunzelt man und dann denkt man drüber nach
00:51:05: Genau.
00:51:06: Und allein für dieses Schmunzeln hat es doch schon gerelangt, ein kurzer Schmunzel am Herzen ist das schon großartig für den Tag.
00:51:12: und jeder kann sich doch immer so mal spätestens zur Frühstückpause fragen was hat heute meinen Tag schon drei Prozent besser gemacht?
00:51:20: oder was hat mich drei Prozent fröhlicher sein lassen?
00:51:24: Oder welcher Mensch hat mich dreiprozent mehr strahlen lassen?
00:51:28: Das war's heute du lieber Heike.
00:51:30: Oh sehr gerne!
00:51:32: Das ist mir schön.
00:51:33: Gibt es sonst noch ein schönes Statement zum Schluss mit?
00:51:35: Was ist dir sonst noch wichtig?
00:51:37: Ach, ich muss sich mich also... Fokussieren ist schwierig.
00:51:42: Ich glaube, dass die Menschen... Kauft
00:51:44: mehr Seifenblasen!
00:51:45: Ja das wäre tatsächlich ein ganz wichtiger Faktor und nehmt euch selbst vielleicht manchmal nicht so ernst.
00:51:51: also ich glaube wenn wir vielmehr Leichtigkeit in unser aller Leben, Leichtigheit im Sinne von Fröhlichkeit in unser Leben bringen und von ich darf traurig sein und ich darf mich freuen und ich auch bleib es gleichzeitig.
00:52:03: dann haben wir viel gewonnen und mein Herz darf schwer sein vielleicht manchmal nicht so ernst nehmen und sich selbst vielleicht auch mal viel zu ernst nehmen.
00:52:14: Und sich dann um sich selber zu kümmern.
00:52:16: Ich glaube, das ist eine bunte Mischung.
00:52:19: Also lebt eure Gefühle heißt es mit anderen Worten?
00:52:22: Wunderbar!
00:52:23: Das lass ich so stehen und da du das Schlusswort hast kommt jetzt von mir auch nichts mehr.
00:52:28: Da
00:52:28: muss ich still
00:52:28: sein.
00:52:28: Nein, nein, nein.
00:52:31: Du kannst noch kommentieren dass... Nicht ganz ungefährlich.
00:52:36: Der Arbeitsschutz-Podcast, der Fachzeitschrift Arbeitschutz aber sicher war heute mal wieder aus dem Wunderbahn Studio K zwischen Weinflaschen alten Haifigreten und der berühmten Gartenerde.
00:52:50: unser Thema war mentale Gesundheit als Teil des Arbeitsschutzes.
00:52:55: Oder wie wichtig sind Seifenblasen?
00:52:57: Leichtigkeit.
00:52:58: Also, ich glaube,
00:52:59: Leichtigität im Arbeitsschutz gilt immer.
00:53:01: Leichtigheit und so ein bisschen spielerische Leichtigkeit würde, glaub ich, immer dem Arbeitsschuss gut tun.
00:53:06: Und wenn wir das noch in die mentale Gesundheit kriegen, dann haben wir doch schon ... Hör mal, jetzt nehmen wir noch das schlimme Wort mit den Gefühlen dazu.
00:53:14: Das sind übrigens Rudeltiere, die kommen immer mit vielen.
00:53:18: Okay!
00:53:19: Darum ging's heute.
00:53:21: Idee und Realisation Blackworks Dietmar Bleck im Auftrag des S-II Verlags und der Fachzeitschrift Arbeitsschutz, aber sicher.
00:53:29: Postproduktion der Folge Stefan für Media Winter in Berlin.
00:53:33: Grüße nach Berlin lieber Stefan Denn Stefan ist der, der aus diesem Gespräch dann den Podcast macht.
00:53:38: Deswegen ganz ganz wichtiger Mann.
00:53:41: Mehr sagen wir dazu nicht.
00:53:42: Ja liked uns abonniert uns empfehlt uns.
00:53:46: Wo kriegt man sowas zu hören Freunde wenn es um Arbeitsschuht geht?
00:53:49: Nur hier.
00:53:50: Nur hier, habt eine schöne Zeit.
00:53:52: und Musik war übrigens Jay Carrier das was ihr gerade hört A Whole New World Und ich glaube für den ein oder anderen war das Thema was wir heute hatten auch a whole new world und jetzt halt nicht mehr weil jetzt haben es in uns und denkt über nach Liebe.
00:54:06: Heike vielen vielen Dank
00:54:08: sehr gerne
00:54:09: dann bis bald tschüss.
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